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Retail-Filialautomation – Technik, die im Alltag einfach funktioniert

Eine gute Automation muss nicht ständig bedient werden. Sie arbeitet im Hintergrund, übernimmt wiederkehrende Abläufe selbstständig und unterstützt die Mitarbeiter vor Ort, ohne sie mit Technik zu beschäftigen.

Genau nach diesem Prinzip ist unsere Lösung für die Retail-Filialautomation aufgebaut. Beleuchtung, schaltbare Stromkreise, Verschattung, Zeitprogramme und die vorhandene Alarmanlage arbeiten als gemeinsames System. Für das Filialpersonal bleibt die Technik dabei weitgehend im Hintergrund.

Die Technik folgt dem täglichen Ablauf

Der zentrale Ausgangspunkt ist der Status der Alarmanlage. Sie wird von den Mitarbeitern ohnehin jeden Tag scharf oder unscharf geschaltet. Aus diesem vorhandenen Bedienvorgang leitet die Gebäudeautomation den jeweiligen Betriebszustand der Filiale ab.

Zusätzliche Parameter wie Zeitprogramme und das Dämmerungssignal bestimmen anschließend automatisch, welche Lichtszene und welche schaltbaren Stromkreise aktiviert werden.

Das System arbeitet mit sechs definierten Lichtszenen:

  • Shop geschlossen
  • Shop geschlossen Nacht
  • Shop geöffnet Hell
  • Shop geschlossen Dunkel
  • Event
  • Alarm

Die Mitarbeiter müssen sich dadurch nicht zusätzlich mit der Gebäudetechnik beschäftigen. Es wird nichts vergessen und es werden keine Verbraucher länger eingeschaltet, als es der jeweilige Betriebszustand erfordert.

Die passende Beleuchtung für jede Betriebssituation

Die Beleuchtung ist vollständig über DALI eingebunden. Die Leuchten werden in Gruppen zusammengefasst und den einzelnen Szenen zugeordnet. Für jede Gruppe kann je Szene ein fester Dimmwert zwischen 0 und 100 Prozent eingestellt werden.

Abhängig von Betriebszustand, Zeitprogramm und Dämmerung aktiviert die Steuerung automatisch die passende Lichtszene. Für jede DALI-Gruppe sind dabei die gewünschten Dimmwerte hinterlegt.

So erhalten Verkaufsraum und Warenpräsentation für jede Betriebssituation die vorgesehene Beleuchtung. Produkte, Verkaufsflächen und Schaufenster werden passend in Szene gesetzt, während für den Kunden eine angenehme und einladende Atmosphäre entsteht. Die Mitarbeiter müssen dafür nicht in die Lichtsteuerung eingreifen.

Ändern sich Marketingvorgaben, saisonale Anforderungen oder die gewünschte Warenpräsentation, können die Werte direkt über eine tabellarische Visualisierung angepasst werden. Dafür ist keine Änderung des Programmcodes erforderlich.

Mehr als Beleuchtung

Neben den DALI-Leuchten sind acht digitale Ausgänge in die Szenenlogik eingebunden. Damit lassen sich auch Steckdosen- und andere schaltbare Stromkreise abhängig vom jeweiligen Betriebszustand automatisch ein- oder ausschalten.

Auch Sonderfälle bleiben einfach beherrschbar. Für verkaufsoffene Sonntage, Aktionstage oder Veranstaltungen steht ein Eventmodus zur Verfügung. Damit lässt sich der normale Betriebsablauf gezielt für besondere Verkaufs- oder Marketingaktionen anpassen.

Die Verschattung ist ebenfalls eingebunden. Über KNX werden die benötigten Signale ausgetauscht und die Markisen abhängig vom Betriebszustand und der Dämmerung angesteuert.

Zentrale Erreichbarkeit und Fernwartung

Technische Basis der Lösung ist das WAGO I/O-System Serie 750 mit einem Controller der PFC200-Serie.

Auf dem Controller läuft ein Webserver, über den die Anlage vor Ort visualisiert und konfiguriert werden kann. Über die Netzwerk- und VPN-Anbindung kann auch die Firmenzentrale auf die Steuerung und ihre Prozessdaten zugreifen. Dadurch ist ebenfalls eine Fernwartung durch den technischen Service möglich.

Die vorhandene Architektur bietet darüber hinaus die Möglichkeit, später weitere Funktionen wie zentrale Diagnose- und Störmeldungen zu ergänzen.

Vorbereitung im Büro statt Entwicklung auf der Baustelle

Ein wesentlicher Teil der Inbetriebnahme findet bei uns bereits im Büro statt. Die Software wird soweit wie möglich vorab geprüft. Für DALI steht dafür ein eigener Entwicklungsplatz zur Verfügung.

Bei der hier beschriebenen Umsetzung konnte die Software-Inbetriebnahme vor Ort inklusive Firmware-Update gemeinsam mit dem Installateur in knapp drei Stunden abgeschlossen werden. Der tatsächliche Aufwand hängt von Anlage und Projektgröße ab.

Der Vorteil der Vorbereitung liegt auf der Hand: Vor Ort geht es nicht darum, grundlegende Funktionen erst zu entwickeln oder zu testen. Das reduziert den Zeitbedarf auf der Baustelle und unterstützt einen planbaren Projektablauf.

Ergänzung Ihres bestehenden Partnernetzwerks

A-Bit übernimmt das Engineering der Software. Dabei arbeiten wir mit Ihren bereits bestehenden Partnern aus TGA-Fachfirmen, Systemintegratoren und technischen Dienstleistern zusammen. So ergänzen wir Ihr vorhandenes Team mit unserem Engineering-Service.

Auch die Plattform selbst ist nicht grundsätzlich auf Beleuchtung beschränkt. Weitere Gewerke wie Heizung, Klima oder Lüftung können bei Bedarf auf derselben Automationsplattform ergänzt werden.

Technik, die unterstützt statt beschäftigt

Der eigentliche Nutzen liegt nicht in einzelnen Funktionen, sondern im Zusammenspiel: Die Filiale soll im täglichen Betrieb möglichst wenig Aufmerksamkeit benötigen und trotzdem technisch beherrschbar bleiben.

Gerade bei Unternehmen mit mehreren Standorten entsteht daraus ein klarer Vorteil. Wiederkehrende Abläufe können automatisiert, Betriebszustände nachvollziehbar abgebildet und technische Unterstützung auch aus der Ferne ermöglicht werden.

Sie betreiben mehrere Filialen und möchten, dass die Gebäudeautomation Sie unterstützt, anstatt Sie zu beschäftigen? In einem kostenlosen Erstgespräch prüfen wir gemeinsam, welche Potenziale sich in Ihren Filialen erschließen lassen.